Lindener Marc Friedrichs neuer KPV Kreisvorsitzender

06.12.2022

Kommunalpolitische Vereinigung der CDU diskutiert Flüchtlingsunterbringung – Sporthallen nicht geeignet

Von Marc Friedrichs

Die Kommunalpolitische Vereinigung (KPV) der CDU Dithmarschen kam zu einer Mitgliederversammlung in „Kolls Gasthof“ in Weddingstedt zusammen. Alle CDU Mitglieder im Kreisverband, die ein Mandat im Kreistag, einer Stadt- oder Gemeindevertretung inne haben, sind Mitglied der KPV. CDU Kreisvorsitzender und Landtagsabgeordneter Volker Nielsen konnte neben Björn Jörgensen, leitender Verwaltungsbeamter des Heider Umlandes auch den Kreishauptausschussvorsitzenden Sven Voß aus Albersdorf und die Vorsitzende des Kreis-Sozialausschusses Martina Köster aus Heide begrüßen. Zunächst wurde ein neuer Kreisvorstand gewählt. Der 39-jährige Lindener Gemeindevertreter Marc Friedrichs wurde zum Vorsitzenden gewählt, das Amt der Stellvertreterin übernahm die Heider Kreistagsabgeordnete Birgit Kalder. Beisitzer wurden Peter Hollmann, Dr. Gesche Kern, Daniel Herzberger, Marc Trester, Sven Voß, Sabine Mohr und Martina Köster.

Nach der Wahl des neuen Vorstandes wurden aktuelle Themen wie der Wohnraummangel zum Teil bedingt durch den Zuzug Geflüchteter diskutiert. Hierzu berichtete Björn Jörgensen aus der Sicht des Heider Umlandes, wo kein Wohnraum mehr zur Verfügung steht. Die Verwaltungen sind hinsichtlich der Betreuung der Ukrainer und Asylbewerber am Limit. Das Pro und Contra zentraler Unterbringung ist bekannt. Sind jedoch alle Flüchtlinge aus einem Land gemeinsam untergebracht, kann die gemeinsame Sprache und Kultur zur gegenseitigen Stützung verhelfen. Bund und Land können keine Aussagen treffen, wie viele Kriegsvertriebene über den Winter aus der Ukraine nach Deutschland kommen könnten, so Volker Nielsen bei seinem Bericht aus dem Landtag.

Die Landesregierung kümmert sich um Gemeinschaftsunterkünfte in ehemaligen Kasernen. Marc Trester hält Sporthallen nicht nur für ungeeignet sondern auch für den Schul- und Vereinssport für unentbehrlich. Gerade nach den pandemiebedingten Hallenschließungen ist es für Schüler und Jugendliche wichtig, soziale Kontakte und körperliche Fitness über den Sport zu erleben. „Sporthallen werden in Dithmarschen dringend benötigt und stehen deshalb nicht zur Verfügung“, macht Martina Köster, zugleich Vorsitzende des Kreis-Sozialausschuss, klar.

Die Region muss sich auch auf die Unterbringung von Planern und Baufachleuten für den Multiflüssigkeits-Terminal Brunsbüttel, die Erschließung des Industriegeländes für Northvolt und die neuen Umspannwerke bei Lieth einstellen. Auf Kreisebene wird dazu bereits intensiv beraten so Brigit Kalder. „Die Städte und Gemeinden in Dithmarschen stehen vor großen Aufgaben. Es gilt, nun die Positionen zu schärfen und richtige Weichenstellungen für die Großbauvorhaben in Bezug auf die parallel laufende Wohnungsentwicklung zu treffen. Diskussionen vor Ort, bei Kreis und Land sind dazu intensiv zu führen, die KPV ist am Ball“, so der neue Kreisvorsitzende Marc Friedrichs abschließend.